Marc Elsbergs Kurzgeschichte Black Hole knüpft zehn Jahre nach den Ereignissen seines Bestsellers Blackout an und bietet eine spannende, kompakte Ergänzung für alle, die wissen wollen, wie es mit Europa nach dem verheerenden Stromausfall weiterging. Im Mittelpunkt stehen politische Intrigen und persönliche Bedrohungen, etwa durch eine Entführung, die die Nachwirkungen der damaligen Krise deutlich machen. Dabei konzentriert sich Elsberg weniger auf technische Details, wie noch im Hauptroman, sondern rückt stärker menschliche Schicksale und gesellschaftliche Entwicklungen in den Fokus.
Der Stil bleibt dabei gewohnt rasant und fesselnd, wenn auch die Tiefe und Komplexität des Originals in der Kürze des Textes naturgemäß nicht erreicht werden. Black Hole versteht sich eher als Epilog denn als eigenständiger zweiter Teil – ein Nachklapp.
Wer das ersten Hörbuch kennt, wird sich über das Wiedersehen mit bekannten Themen und Motiven freuen, wer neu einsteigt, könnte den Zugang zu flach oder fragmentarisch empfinden.
Insgesamt ist Black Hole eine gelungene, wenn auch deutlich kürzere Ergänzung zu Blackout. Es bietet einen spannenden Blick auf die langfristigen Folgen eines europaweiten Stromausfalls und stellt gesellschaftliche und politische Entwicklungen in den Mittelpunkt. Kein vollwertiger Thriller, aber ein interessanter Bonus.
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